{ laboratorium für geschichte }

laboratorium für geschichte
  1. Christina Besio, Forschungsprojekte. Zum Organisationswandel in der Wissenschaft, Bielefeld 2009, S. 10f.

Forschungsprojekte sind in den Wissenschaften, insbesondere in der Antragskultur der Universitäten, mittlerweile allgegenwärtig, was auch - wie es Christina Besio in ihrer Studie einleitend noch einmal aufgreift - am Phänomen ihrer Entkopplung liege: Sie seien zumeist "nur Formen der Darstellung der Forschung nach außen, die Forschung selbst indes vollzieht sich ohnehin nach anderen Regeln". Projektanträge seien daher in der Regel nicht mehr als bloße "Fassade"; reine Schreibübungen, die von der tatsächlichen "Forschungstätigkeit völlig unterlaufen werden".1 An dieser Stelle stehen dagegen weder Anträge noch Fassaden, sondern Vorstellungen von Projekten des { laboratoriums für geschichte }, deren Entwicklungsschritte und Ergebnisse auf lange Sicht dokumentiert werden sollen.

Buchpräsentation: Eine Geschichte Münsters in 30 Objekten

Projekte | | von Alexander Kraus

Historische Objekte senden Signale aus der Vergangenheit. Studierende der Westfälischen Wilhelms-Universität und der FH Münster haben sich gemeinsam daran gemacht, diese Signale zu entschlüsseln, in kompakte Erzählungen zu übersetzen und zu illustrieren. Am 11. Dezember stellen das Ergebnis ihrer Arbeit in der Stadtbücherei Münster ab 20 Uhr öffentlich vor. [...]

Objekte zum Sprechen bringen. Eine Geschichte Münsters in 30 Objekten

Projekte | | von Alexander Kraus

Auf den ersten Blick wirken Objekte stumm und passiv. Sie liegen, stehen, hängen, stauben ein und geben keinen Mucks von sich. Sicher, als Gebrauchsgegenstände erleichtern sie uns den Alltag, als Liebhaberobjekte verschönern sie unser Leben – doch für sich genommen scheinen sie bedeutungslos. Aber ist das wirklich so? [...]

Umkämpfte Spielfelder. Fußball in der Geschichte Lateinamerikas

Projekte | | von Alexander Kraus

Im fußballverrückten Lateinamerika spielte der Sport häufig auch auf der politischen Bühne mit und schrieb dabei kuriose Geschichten. Doch wirklich interessant werden diese Anekdoten erst dann, wenn man versteht, wie häufig sie Ausdruck oder Abbild der historischen und politischen Entwicklung auf dem Kontinent waren. [...]

Weltmeere

Projekte | | von Alexander Kraus

Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes beschreiben den Umgang mit "dem Meer" im langen 19. Jahrhundert: Verwissenschaftlichung, Domestizierung, Ästhetisierung, Ökonomisierung und Strukturierung. So wird der Blick auf Prozesse gelenkt, welche die verbreitete These von einer generellen Wahrnehmung der Meere als "anders" und "leer" in der Moderne fundamental in Frage stellen. Der Band plädiert für eine Entmythisierung und Pluralisierung der kulturwissenschaftlichen Meeresforschung und stellt sowohl systematische als auch empirische Argumente für einen solchen Wandel zusammen. [...]

Stadt auf Kohle

Projekte | | von Alexander Kraus

Ohne Steinkohle keine Stadt - erst der um die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Bergbau verlieh den Dörfern beiderseits der Emscher die wirtschaftliche Dynamik, die sie letztlich zur Stadt Gelsenkirchen werden ließ. Rund 150 Jahre lang prägten Zechen das Gesicht Gelsenkirchens, ihre Fördergerüste strukturierten die Stadt, der Schichtrhythmus bestimmte den Alltag der Menschen, die von und mit dem Bergbau lebten. [...]

Arbeitsmigration ausstellen

Projekte | | von Kraus/Schwerdtfeger/Schmidt

Die meisten Historikerinnen und Historiker denken Geschichte als Text – als Buch, Aufsatz, Essay oder Vortrag. Für Studierende der Geschichtswissenschaften lauten die entsprechenden Pendants oftmals Hausarbeit und Referat. Dass Geschichte – in unserem Fall speziell die der Arbeitsmigration nach Gelsenkirchen ab den 1950er Jahren – aber auch inszeniert und im Raum gestaltet werden kann, war Thema einer Lehrveranstaltung, die im Sommersemester 2013 am Historischen Seminar der WWU Münster in Kooperation mit dem Büro für Ausstellungsgestaltung und Kommunikationsdesign RAUMZEIT durchgeführt wurde. Eine andere Art des Erzählens sollte eingeübt werden. Wir haben mit dem Kurs unterschiedliche Wege gesucht (und gefunden), Migrationsgeschichte auszustellen – und das in einer Zuwanderungsstadt par excellence. [...]

Vor dem Zechensterben. Vom richtigen Zeitpunkt mit dem Schreiben zu beginnen

Projekte | | von Alexander Kraus

"Was ich am liebsten mag am Storytelling", so hat es der Regisseur Quentin Tarantino unlängst in einem Interview über seinen aktuellen Film Django Unchained verraten, "ist die Entwicklung, die eine Geschichte durchläuft." Die ganze Geschichte, die sich im Material versteckt, könne erst dann erfasst werden, wenn "man damit anfängt, sie aufzuschreiben." [...]

Zauberhaft und ungeheuer. Audiotanne C: Rund um Erzählen, Hören und Sehen heute

Projekte | | von dingedurchdenken

Auch wenn die Märchen der Brüder Grimm immer wieder in reichlich bebilderten Büchern erscheinen und sich offensichtlich noch 200 Jahre nach ihrer Erstausgabe gut verkaufen, haben die Märchenbücher Konkurrenz bekommen, die ihnen zusetzt: Hörspiele, Kinofilme und moderne Geschichten verändern die Rahmenbedingungen des Erzählens und wirken auf unsere Erinnerungen ein. Die hier präsentierten Audiofiles der Ausstellung "Zauberhaft und ungeheuer" aus dem Arnsberger Sauerland-Museum fokussieren auf die unterschiedlichen Medien, die das klassische Erzählen flankieren, wenn nicht gar abzulösen beginnen. Dritter und letzter Teil der Projektergebnispräsentation der Übung Vom Gespräch zur Geschichte. Ein Oral History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen, die in Kooperation mit der Museumsagentur dingedurchdenken durchgeführt wurde. [...]

Zauberhaft und ungeheuer. Audiotanne B: Rund um die Wahrnehmung von Märchen

Projekte | | von dingedurchdenken

"Zauberhaft und ungeheuer" - schon der Titel der Ausstellung im Arnsberger Sauerland-Museum verweist auf die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Märchen. Ihre fantastischen Elemente, das Außergewöhnliche, aber auch die Ängste, die sie schürten, stehen im Zentrum der zweiten Hörstation. Teil 2 der Projektergebnispräsentation der Übung Vom Gespräch zur Geschichte. Ein Oral History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen, die in Kooperation mit der Museumsagentur dingedurchdenken durchgeführt wurde. [...]

Zauberhaft und ungeheuer. Audiotanne A: Rund um Erzählpraxis, Erzähltechnik und Inszenierung

Projekte | | von dingedurchdenken

Jeder hat sie, bei manchem sind sie verschwommen, bei manchem ganz klar - Erinnerungen an Märchen! Doch welche Erinnerungen sind dies? Gibt es wiederkehrende Muster? Ist jede Erinnerung ein Unikat? Die Beiträge der ersten Hörstation aus der Ausstellung Zauberhaft und ungeheuer. Märchen der Brüder Grimm des Sauerland-Museums in Arnsberg thematisieren den ersten Kontakt mit Märchen, spezifische Erzählsituationen und das, was ganz individuell von ihnen überdauert. Teil 1 der Projektergebnispräsentation der Übung Vom Gespräch zur Geschichte. Ein Oral History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen, die in Kooperation mit der Museumsagentur dingedurchdenken durchgeführt wurde. [...]

Zauberhaft und ungeheuer. Ein Oral-History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen

Projekte | | von Alexander Kraus

Geschichte(n) erzählen im Kollektiv ist gar nicht so einfach. Dass es gelingen kann, hat die Übung Vom Gespräch zur Geschichte. Ein Oral History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen gezeigt, die im Sommersemester mit Studierenden des Historischen Seminars der Universität Münster durchgeführt wurde. Das Ergebnis wird ab dem 23. September 2012 im Sauerland-Museum in Arnsberg in der Ausstellung Zauberhaft und ungeheuer. Märchen der Brüder Grimm zu hören sein. [...]