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Zauberhaft und ungeheuer. Audiotanne A: Rund um Erzählpraxis, Erzähltechnik und Inszenierung

Projekte | | von dingedurchdenken

Jeder hat sie, bei manchem sind sie verschwommen, bei manchem ganz klar - Erinnerungen an Märchen! Doch welche Erinnerungen sind dies? Gibt es wiederkehrende Muster? Ist jede Erinnerung ein Unikat? Die Beiträge der ersten Hörstation aus der Ausstellung Zauberhaft und ungeheuer. Märchen der Brüder Grimm des Sauerland-Museums in Arnsberg thematisieren den ersten Kontakt mit Märchen, spezifische Erzählsituationen und das, was ganz individuell von ihnen überdauert. Teil 1 der Projektergebnispräsentation der Übung Vom Gespräch zur Geschichte. Ein Oral History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen, die in Kooperation mit der Museumsagentur dingedurchdenken durchgeführt wurde.

Das erste (Es war ein-) Mal | Dauer: 1:33 min | Erstellt von Wieland Jellinek, Axel Timmermann, Johannes Windscheid/WWU Münster

Der erste Kontakt mit Märchen erfolgt fast immer über das Vorlesen oder Erzählen durch Familienmitglieder, wie Mama und Papa, Oma und Opa. Klassischerweise wird das Märchen als Gute-Nacht-Geschichte gehört, aber die Interviewten berichteten auch, wie Märchen eingesetzt wurden, um von unerfreulichen Situationen abzulenken.

Interviewte: Prof. Dr. Peter Johanek, Sigrid Grobe, Mohammed Duaarous, Barbara Rath, Stefan Zanfir, Brigitte Balmer Landwehr, Catrin Kaeßler, Christina Everding, Dr. Gerd Dethlefs, Nastasia Zemisch

TexttafelGemeinsam durch den Märchenwald - Erzählpraxis | Dauer: 1:44 min | Erstellt von Therese Buckstegge, Ronja Reiss, Lena Rochol/WWU Münster

Beim Erzählen oder Vorlesen von Märchen geht es darum, dass Vortragender und Zuhörer gemeinsam Zeit verbringen und etwas gemeinsam erfahren. Das Erzählen von Geschichten stärkt die Bindung zwischen beiden. Jedes Erzählen und jede Erzählsituation ist einzigartig. Verschiedene Mittel können eingesetzt werden: Namen werden durch die Erzähler ausgetauscht oder Passagen weggelassen, die Sprache wird der heutigen angepasst oder es wird mit unterschiedlicher Intonation erzählt. Das Besondere an Märchen liegt in ihrer Zeit- und Referenzlosigkeit. Sie stehen über den Dingen und erzählen vom Geheimnis des Lebens.

Interviewte: Amrit Malhotra, Sigrid Grobe, Stefan Zanfir, Catrin Kaeßler, Simone Stekla, Brigitte Balmer Landwehr

Was bleibt | Dauer: 1:38 min | Erstellt von Marius Graf, Wolf-Dieter Lassotta/WWU Münster

"Ein Märchen ist ein Schatz, den man durch jemand anderen bekommt", so eine der Interviewten. Dieser Schatz ist vielen heute noch präsent: Jeder hat ein oder mehrere Lieblingsmärchen, kann Passagen zitieren oder Bilder aus Märchen beschreiben. Für einen der Interviewten sind Märchen so anziehend, dass er sich als Sechsjähriger sogar das Frakturlesen beibrachte, um sie selbst lesen zu können.

Interviewte: Petra Lohmöller, Andrea Anagnostou, Prof. Dr. Peter Johanek, Brigitte Balmer Landwehr, Amrit Malhotra, Dr. Gerd Dethlefs, Nastasia Zemisch, Catrin Kaeßler

Die Audiofiles entstanden im Rahmen der Übung "Vom Gespräch zur Geschichte. Ein Oral History-Projekt zu den Erzähltraditionen von Märchen" im SoSe 2012. Die begleitenden Texte wiederum stammen aus der Feder der Museumsagentur dingedurchdenken.